Veröffentlichungen zum Thema

Fleischhacker, E.

 
2023

Expertenstreit zum Projekt “Zillertalbahn 2020+ energieautonom mit Wasserstoff”


Vor fünf Jahren haben der Aufsichtsrat der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG und die Politik auf Grundlage von umfangreichen Variantenstudien, der Ressourcen-, Klima- und Energietrategie "Tirol 2050 energieautonom" und der damit verbundenen "Wasserstoffstrategie" den Beschluss zur Umsetzung der "Zillertalbahn 2020 energieautonom mit Wasserstoff" gefällt und zusammen mit allen Verantwortungsträgern den Beschaffungsprozess für den Wasserstoffzug in die Wege geleitet. Der Umsetzung des Wasserstoffprojektes wurde ein umfassendes Business- und Qualitätssicherungsprogramm zur Entwicklung und Risikominimierung der Beschaffungs-, Übernahme- und Betriebsprozesse hinterlegt. Dieses wird seither mit dem Projekt "HyTrain" und mit zahlreichen weiteren – im Forschungszentrum HyWest gebündelten – Wasserstoff-Wettbewerbsprojekten bearbeitet. So, als ob es das alles nie gegeben hätte, wird nun – fünf Jahre nach der Entscheidung – wieder ein Kostenvergleichsrechnungsprozess zwischen zwei nicht vergleichbaren – weder von der strategischen Zuordnung noch von der Zweckmäßigkeit für die Region und auch nicht bezüglich der Marktreife der Technologien – Varianten (Elektroantrieb mit Batterie & Oberleitung vs. Elektroantrieb mit Wasserstoff-Brennstoffzelle) inszeniert. Nun wurde eine aus Zukunftsannahmen über 30 Jahre aufsummierte Kostendifferenz von 150 Mio. Euro in die öffentliche Diskussion geworfen. Mit dieser "Zukunftsanleihe in der Zahlenermittlung" ("Borrow of the Future"-Prozess) ist zwangsläufig wieder jeglicher Interpretationsspielraum für die vielfältigste "Expertenmeinung" gegeben. Wie wird beispielsweise die Preisentwicklung im "Power on Demand"-Prozess und wie im "Power to Hydrogen"-Prozess usw. sein? Der logische "Streit" über die möglichen oder nicht möglichen Zukunftserwartungen und das "Dilemma" der Verantwortungsträger wurden damit vorgegeben. Wer soll jetzt die Verantwortung für die kontroverse "Megaziffer" übernehmen? Was soll das? Und wem nützt das? Wie kann es so etwas geben? Worauf kann man sich verlassen, wenn faktenbasierte handelsrechtlich gültige Aufsichtsratsbeschlüsse, offizielle Landesstrategien, politische Regierungsprogramme und entsprechendes Know-How für die Risiko- und Qualitätssicherung der eingeleiteten Beschaffungs- und Betriebsprozesse ausgeblendet und über eine derartige öffentliche Diskussion ausgehebelt werden? Wer hat die Verantwortung für die Konsequenzen zu tragen? Der nun öffentlich in den Raum gestellte Ausfall der Wasserstoffregion Zillertal bedeutet realwirtschaftlich eine Rückentwicklung um mehr als 10 Jahre für den auf der privatwirtschaftlichen Initiativebene vorangetriebenen Aufbau der grünen Wasserstoffwirtschaft in Zentraleuropa. Damit verbunden ist auch die akute Gefahr der Einleitung einer unternehmerischen Abwärtsspirale, mit der auch die wirtschaftliche Existenzfrage für die mit Aufwand und finanziellen Deckungsbeiträgen eingetretenen Firmen und Projekte verbunden ist. Mit der Verantwortungsfrage für diese Entwicklung müssen sich die Organe der betroffenen Wasserstoff-Forschungs- und Umsetzungskonsortien demnächst befassen, wenn es nicht zu einer Beilegung dieser – mehr als nur verwunderlichen – "Streitfrage" kommt. E. Fleischhacker, Vorsitzender der Codex Partnerschaft des Green Energy Center Europe in Innsbruck und Konsortialführer der Flaggschiff-Projekte "HyTrain" und "HyWest" der Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas


 
Topic:

Bridge to the Green Future, E-Mobilitiy, Energy economy, Green Economy, Hydrogen economy, Hydrogen Mobility, Logistics System, Problem Solving Methodology, Product Development, Project Development, Quality Assurance, Regional Development, Research Project, Resource Management System, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

green-energy-center.com


 

Fleischhacker, N.

 
2023

Alpenraum Wasserstoff-Potenzial: Expertenforum St.Gallen


Grüner Wasserstoff als Energieträger – welches Potenzial hat der Alpenraum? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Expertenforum der ARGE Alp, in der zehn Regionen aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz zusammenarbeiten, am 4. Mai 2023 in einer Fachtagung in St. Gallen. Dabei wurden die Best Practice Projekte aus den zehn Alpenländern vorgestellt und die Fragen rund um die Produktion, Verteilung und Speicherung von grünem Wasserstoff mit dem Ziel diskutiert, die Ergebnisse in einer Resolution zusammen zu fassen, die dann vom Kanton St.Gallen als Vorsitzland des Jahres 2023 an der Regierungschefkonferenz der Arge Alp zur Verabschiedung vorgelegt wird. Nikolaus Fleischhacker, CEO von FEN Research und Leiter des Forschungszentrums HyWest berichtete über den Aufbau der grünen regionalen Wasserstoffwirtschaft in Zentraleuropa, der der seit dem Jahr 2016 mit entsprechenden Projekten des Nahversorgers MPREIS, der ZVB- Zillertaler Verkehrsbetriebe AG und der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG vom Green Energy Center Europe in Innsbruck aus vorangetrieben und seit dem Jahr 2018 auch durch das österreichischen Leuchtturmprojekt "WIVA P&G HyWest" unterstützt wird. In der Diskussion leistete er seinen Erfahrungsbeitrag über die Bedeutung des “Power to Hydrogen” Prozesses zur Unterstützung des “Power on Demand” Prozesses für den Umbau des Energiesystems, den er seit dem Jahr 2014 im Rahmen des von FEN Systems entwickelten Klima-, Energie- Ressourcen- Strategie- Programms “Tirol 2050 energieautonom” und des damit verbundenen “Wasserstoffstrategie- Programms 2015/16” auf privatwirtschaftlicher Initiativebene mit begleitet.


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Dissemination, Energy economy, Hydrogen economy, Hydrogen Mobility, Logistics System, Problem Solving Methodology, Product Development, Project Development, Quality Assurance, Regional Development, Research Project, Resource Management System, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

fen-research.org


 

TT

 
2023

Wasserstoffantrieb für die Zillertalbahn: Landeshauptmann Mattle nimmt Bund in die Pflicht


LH Toni Mattle (VP) verweist auf das Regierungsprogramm auf Bundes- und Landesebene, indem man sich politisch auf die Wasserstoffbahn im Zillertal als Leuchtturmprojekt geeinigt habe. „Denn Tirol muss beim Wasserstoff Vorreiter in Europa werden. Dafür braucht es Mut für ein Pilotprojekt, um zu beweisen, wie viel Potenzial in Wasserstoff steckt.“ Nun benötige es einen weiteren technologischen Meilenstein. Eine Schuldenbremse bedeutet Sparsamkeit, verhindert für Mattle aber nicht Innovationen und Investitionen. „Dabei hat für mich die Verkehrswende im Sinne des Klimaschutzes oberste Priorität.“ Bei einem Jahrhundertprojekt wie der Wasserstoffbahn im Zillertal sei aber auch der Bund gefordert, die Projektwerber und das Land zu unterstützen. „Wir werden jedenfalls bis Mitte Mai alle Unterlagen beisammenhaben und eine finale Entscheidung treffen“, erklärt Mattle.


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Heat Mangement, Hydrogen economy, Hydrogen Mobility, Regional Development, Resource Management System, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

Tiroler Tageszeitung, hytrain.at


 

TT

 
2023

Harsche Kritik am drohenden Aus für Wasserstoffzug im Zillertal


„Das drohende Aus für die Wasserstoffregion Zillertal ist eine Absage an den Fortschritt. Wasserstoff wird ganz sicher der Treibstoff der Zukunft sein. Wasserstoff wird zum neuen Diesel“, betont der Fügener Bürgermeister und ÖVP Landtagsabgeordnete Dominik Mainusch. Und die Wissenschaft werde den Wirkungsgrad von Wasserstoff noch massiv erhöhen. Mainusch: „Das Zillertal will fortschrittlich und mutig sein. Die Tourismusverbände bezahlen freiwillig millionenschwere Beiträge jedes Jahr dazu. Nun hadert man mit dem technischen Risiko und selbstgezimmerten Kalkulationen und gesuchten Ausreden. Dieser politische Zugang hat Tirol nicht groß gemacht. Wir brauchen Mut, Weitblick und ganz allgemein Zug zum Tor.“


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Hydrogen economy, Hydrogen Mobility, Logistics System, Resource Management System, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

Tiroler Tageszeitung, hytrain.at


 

Fleischhacker, N. Shakibi Nia, N., Coll, M. , Perwög, E., Schreiner, H., Burger, A., Stamatakis, E., Fleischhacker, E.

 
2023

Establishment of Austria’s First Regional Green Hydrogen Economy: WIVA P&G HyWest


The regional parliament of Tyrol in Austria adopted the climate, energy, and resources strategy “Tyrol 2050 energy autonomous” in 2014 with the aim to become climate neutral and energy autonomous. “Use of own resources before others do, or have to do” is the main principle within this long-term strategic approach, in which the “power on demand” process is a main building block and the “power-to-hydrogen” process covers the intrinsic lack of a long-term, large-scale storage of electricity. Within this long-term strategy, the national research and development (R&D) flagship project WIVA P&G HyWest (ongoing since 2018) aims at the establishment of the first sustainable, business-case-driven, regional, green hydrogen economy in central Europe. This project is mainly based on the logistic principle and is a result of synergies between three ongoing complementary implementation projects. Among these three projects, to date, the industrial research within “MPREIS Hydrogen” resulted in the first green hydrogen economy. One hydrogen truck is operational as of January 2023 in the region of Tyrol for food distribution and related monitoring studies have been initiated. To fulfil the logistic principle as the main outcome, another two complementary projects are currently being further implemented.


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Green Economy, Hydrogen economy, Hydrogen Mobility, Logistics System, Monitoring, Problem Solving Methodology, Product Development, Project Development, Quality Assurance, Regional Development, Research Project, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

energies MDPI


 

Stoiber, G., Fleischhacker, E.

 
2023

Das Zillertal kämpft um den Zug mit Wasserstoff


Die "Wasserstoffregion Zillertal" mit dem Projekt “Zillertalbahn 2020+, energieautonom mit Wasserstoff” wird seit dem Jahr 2016 am Green Energy Center Europe in Innsbruck entwickelt. Sie ist Teil der "grünen Wasserstoffwirtschaft in Zentraleuropa", die aktuell am Forschungszentrum HyWest mit zahlreichen Projekten kontinuierlich weiterentwickelt wird. Seit dem Jahr 2018 bereitet nun die Zillertaler Verkehrsbetrieben AG mit Beschluss der Region und des Aufsichtsrates konkret die Umstellung der Zillertalbahn von Diesel- auf Wasserstoff-Brennstoffzellenbetrieb vor …


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Hydrogen Mobility


Publisher:

Salzburger Nachrichten, hytrain.at


 

Fleischhacker, E.

 
2023

Sustainable Data Platform: Datenbasierte Klimastrategie


Frage 1: Herr Dr. Fleischhacker, die Statusberichte zur Umsetzung der Tiroler Energiestrategie werden seit 2011 auf Basis einer von Ihnen entwickelten Methodik erstellt. Wie hilft Ihre Methodik, um in Tirol Top-down und Bottom-up Ansätze zur Erzielung der Zielkonvergenz zusammenzubringen? Frage 2: Eine erfolgreiche Energiestrategie hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Stellenwert hat unabhängiges Feedback, um bei verschärften Anforderungen und verrinnender Zeit noch Ressourcen- und Klimaschutzziele einzuhalten? Frage 3: Die sustainable data platform steht für ein nachweisbasiertes Bottom-Up Monitoring. Welche Bedeutung kann die sdp für eine erfolgreiche Energiestrategie haben?


 
Topic:

Bridge to the Green Future, Energy economy, Green Economy, Problem Solving Methodology, Quality Assurance, Resource Management System, Strategy Development, Sustainability


Publisher:

green-energy-center.com